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Sonderflug für 20-Jährige werdende Mutter

14.11.2011

Unzureichende medizinische Ausrüstung führt zu einem nicht geplanten Flug nach Lodwar.

Freitagmittag, die Crew der Heli Aviation und ihr Hubschrauber befinden sich noch immer im Einsatz rund um Lokichoggio in der Region Turkana. Hier im Überschwemmungsgebiet transportiert "German Help Three" bereits seit Tagen Hochkalorien-Nahrung, benötigte Medikamente, medizinisches Personal und Mitarbeiter der verschiedenen Hilfsorganisationen in die von der Außenwelt abgeschnittenen Dörfer und Lager - auf dem Luftweg.

Im Zuge ihrer Hilfsflüge landet das Team den Helicopter "German Help Three" in Kaikor, ca. 120 km von Lokichoggio entfernt. Hier hat das italienische, zusammen mit dem kenianischen Roten Kreuz eine kleine Station zur medizinischen Erstversorgung eingerichtet. Ein Mitarbeiter der italienischen Hilfsorganisation bittet schon kurz nach der Landung um die Unterstützung unseres Hubschraubers beim Personentransport einer jungen Kenianerin in das nächstgelegene, rund 200 km entfernte Krankenhaus.

Da alle Landwege unpassierbar sind, ist der Heli Aviation Hubschrauber "German Help Three" zur rechten Zeit am rechten Ort - er nimmt die werdende Mutter mit nach Lodwar.

Damit der Aufnahmevorgang im Krankenhaus nach der Landung möglichst wenig Zeit in Anspruch nimmt, begleitet die Crew die werdende Mutter und einen Mitarbeiter des italienischen Roten Kreuzes vom Flugplatz bis zur Klinik. Nach kurzer Eingangsuntersuchung der werdenden Mutter entscheidet der verantwortliche Arzt schnell, es muss operiert werden. Bereits 30 Minuten nach der Landung des Hubschraubers liegt die 20-Jährige auf dem Operationstisch des Ärzteteams. Leider standen die Chancen des ungeborenen Kindes schon vor der Ankunft in Lodwar sehr schlecht, doch die Nachricht, dass nur die Frau den Eingriff überlebt hat, bestürzt die Besatzung des Heli Aviation Hubschraubers und sorgt auf dem Rückflug für eine bedrückte Stimmung.

Dennoch, das Positive des Personentransportes bringt der Koordinator und Rettungssanitäter des italienischen Roten Kreuzes bei der Zwischenlandung in Kaikor auf den Punkt. Mit den Worten - "Man hätte sie vermutlich beide verloren, wenn nicht der "German Help Three" Hubschrauber gewesen wäre. Hier hätten wir nicht die Mittel gehabt sie zu behandeln"! - schickt er die Crew auf ihren Heimweg nach Lokichoggio.

Sehen Sie sich hier unsere Fotogalerie zum Kenia Hilfsprojekt an oder besuchen Sie "German Help Three" auf Facebook.

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