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Hilfe für die Insel Île à Vache

14.02.2010

Nachdem der Haiti-Heli medizinische Helfern von "Ärzte der Welt" nach Saint Damien gebracht hatte, landete er im Lager der Hilfsorganisation ADRA, im westlichen Teil von Port-au-Prince. Dort wurde eine große Hilfslieferung ...

... für die Insel Île à Vache vorbereitet. Die Insel liegt südwestlich rund 10 Kilometer vor der Südküste Haitis und rund 150 Kilometer von Port-au-Prince entfernt. Eine dringende Anfrage nach Lebensmitteln, insbesondere Babynahrung erreichte das Team des Helikopters der Herzen von dortigen Kinder-Waisenhaus. Denn von den rund 15.000 Bewohnern der Inseln sind weit über die Hälfte Kinder, über 40% sind unter 15 Jahren. Das Leid ist hier seit dem Beben besonders groß, da sich die Versorgung äußerst schwierig gestaltet. Mehrere Tage dauert der Transport auf dem Landweg zum Hafen Les Cays. Von dort dauert es nochmal fast eine Stunde mit dem Powerboot um die Insel zu erreichen. Daher wurde der Außenlastsack Lebensmitteln, Babynahrung und einigen Hygienepaketen voll beladen. Über die 1.600 Meter hohen Berge erreichte der Haiti-Heli innerhalb von 41 Minuten die einstige Pirateninsel im karibischen Meer. Viele Helfer luden dankbar die Hilfsgüter am Waisenhaus aus. Doch die Kinder benötigen mehr. Daher werden für die kommenden Tage weitere Transportflüge geplant.

Doch die Wetterlage und die stärkeren Winde machen der Crew zu schaffen. Die nahende Regenzeit und die tiefen Wolkendecken erschweren zunehmend das Überfliegen der hohen Berge in Haiti. Weitere Probleme bereitet auch das Betanken des Hubschraubers. Mit einem einzigen Tankwagen werden mehrere internationale Hubschrauber betankt und lange Wartezeiten verschieben immer wieder die straffen Flugpläne des Haiti-Helis. Dabei ist jetzt besonders wichtig, die abgeschiedenen Gebiete rechtzeitig mit Vorräten zu versorgen. Mit den einsetzenden Regenfällen entfällt die Versorgung über die Landwege größtenteils. Einige Hilfsorganisation äußern Bedenken, dass sich die humanitäre Hilfe bisher zu sehr auf Port-au-Prince beschränke. So versucht die Mannschaft des Haiti-Heli Schlechtwetterrouten zu erkunden, die eine sichere Navigation und weitere Versorgung zu ermöglichen.

Am Tag zuvor erreichte das Team eine dringende Ambulanzflug-Anfrage. Ein japanischer Helfer ist an einem grippalen Infekt erkrank, der sich mit hohem Fieber und Erbrechen äußerte. Seit einigen Tagen verschlechtert sich sein Zustand und auch im Lager der Helimission Samaritan Air am Flughafen in Port-au-Prince konnte keine genaue Diagnose gefunden werden. Daher transportierte der Haiti-Heli den japanischen Helfer mit einem Begleiter, nach einer nächtlichen Infusion, zur Weiterbehandlung ins Krankenhaus von Santo Domingo. Aufgrund der unklaren Diagnose wurde der Haiti-Heli anschließend umfassend desinfiziert. Über eine Genesung ist zum jetzigen Zeitpunkt leider nichts bekannt. Es bleibt zu hoffen, dass die Regenzeit auf sich warten lässt. Denn immer noch liegen unzählige Tote unter den Trümmern auf ganz Haiti. Die Seuchengefahr könnte ein kaum vorstellbares Ausmaß erreichen, fürchten die Hilfsorganisationen vor Ort.

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Pressekontakt:

Heli Aviation GmbH · Hinterm Alten Schloss 13 · D-86757 Wallerstein
Dipl.-BW. (DH) Martin Lukas Ostachowski · Tel.: +49 9081 2767-78